Unser Wetter in Nettetal:

Wir fahren grundsätzlich nur bei schönem Wetter.
Hier eine Auflistung von Wetterbedingungen, bei denen wir nicht fahren oder fahren dürfen:

Hier finden Sie auch weitere allgemeine Informationen über Wind, Luftdruck, Temperatur und andere relevante meteorologische Themen:





Luft

Das die Erde umgebende Gasgemisch, bestehend aus (Volumprozente für trockene Luft) ca. 21% Sauerstoff, 78% Stickstoff, 0,9% Argon (Edelgas), 0,03% Kohlendioxid, sowie (für feuchte Luft) im Mittel 2,6 Vol.–% Wasserdampf. Zahlreiche weitere Gase nur in Spuren, z.B. Ozon.

Temperatur

Der Mensch empfindet die Luft als warm oder kalt, mild oder frisch. Diese höchst subjektive Aussage ist aber meist nicht ausreichend. Ein objektiver Wert ist notwendig: die Temperatur. Die Temperatur (tt) macht eine Aussage über die Wärme der Luft und wird i. allg. mit Quecksilberthermometern gemessen. Dabei kommt es darauf an, störende Einflüsse, wie z.B. Sonneneinstrahlung oder die Wärmeabstrahlung von Häusern, auszuschalten. Deshalb wird meist eine Thermometerhütte (auch Wetter– oder Klimahütte) verwendet, in der 2 m über dem Erdboden neben dem Thermometer weitere meteorologische Geräte untergebracht sind. Dazu gehören auch spezielle Thermometer zur Bestimmung des Temperaturminimums (tn) und –maximums (tx).

Die Temperatur ist das Mass für die in der Luft enthaltene Energie. Diese Energie wird erzeugt durch die ungeordnete Bewegung der Luftmoleküle und deswegen "kinetische Energie" genannt. Die Versorgung der Luft mit der Energie funktioniert nach dem Prinzip "Herdplatte". Die Sonne (Steckdose) versorgt den Erdboden mit kurzwelliger solarer Strahlung (Strom), die dann vom Erdboden (Kochtopf) in langwellige terrestrische Strahlung umgesetzt wird (Hitze). Damit erwärmt sich die Luft von unten her, reagiert also nur auf Umwegen auf die Sonnenstrahlung. In der Meteorologie der Wärmezustand der Luft, abhängig von Sonnenstand, Ortshöhe, Luftströmung und –feuchtigkeit sowie der Beschaffenheit der Erdoberfläche. Die mittlere Lufttemperatur über die gesamte Erdoberfläche beträgt etwa 15°C; als Extremwerte der Lufttemperatur in 2m Höhe über dem Erdboden wurden 58°C am 13.9.1922 bei Tripolis und –88°C am 24.8.1960 an der russischen Antarktis–Station Wostok gemessen.

Der Wind–Chill–Faktor

Das Kälteempfinden von Menschen hängt nicht nur von der Temperatur ab: Der Wind spielt auch eine wichtige Rolle. Ist er schwach, hält sich an der Körperoberfläche ein dünnes Warmluftpolster. Bei Wind wird diese Isolationsschicht weggeblasen, die kalte Umgebungsluft trifft direkt auf die Haut. Bei starkem Wind kann die Wärmeproduktion des Körpers nicht mehr mit dem abkühlenden (englisch "chill") Effekt des Windes mithalten, es kommt zunächst zum üblichen Zittern bis Schlottern. Hält diese Windunterkühlung auf Dauer an, kann es zu ernsten Erfrierungen kommen. Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Windgeschwindigkeiten bei welchen auf dem Thermometer abgelesenen Temperaturen welche fühlbare Temperaturen erzeugen (Wind chill Faktor).

Der Wind Chill Faktor

Besonders im Winter wird bei stärkerem Wind die Temperatur deutlich niedriger empfunden als sie tatsächlich ist. Diese Temperatur wird meist als "gefühlte Temperatur" oder "Windchill–Temperatur" angegeben. Sie lässt sich nach der Windchill–Formel berechnen:

Twc=33+(0,478+0,237*SQRT(vw)–0,0124*vw)(T–33)

Dabei ist Twc die Windchill–Temperatur, T die tatsächliche Temperatur, vw die Windgeschwindigkeit in km/h und SQRT die Quadratwurzel.

So wird bei Windstärke 4, also einer Windgeschwindigkeit von 20–24 km/h, eine Temperatur von 0°C bereits wie –11°C empfunden.

Thermometer

Das Thermometer ist ein Gerät zur Bestimmung der Temperatur von Gasen, Flüssigkeiten oder festen Stoffen. Die Funktionsweise der herkömmlichen Thermometer basiert auf dem Prinzip, dass sich Körper bei Erwärmung ausdehnen und bei Abkühlung schrumpfen. Dieses Wissen allein bietet einem aber nur die Möglichkeit zu entscheiden, ob es wärmer oder kälter wird. Um ein Mass für die Erwärmung oder Abkühlung zu finden, muss man einen Stoff finden, dessen wärmeabhängige Ausdehnung man kennt. Die handelsüblichen Thermometer haben als Füllung Flüssigkeiten, meistens Quecksilber, das sich in den für uns üblichen Temperaturbereichen linear ausdehnt bzw. schrumpft. Man muss nur noch Fixpunkte festlegen, um eine Einheit der Temperatur zu finden.

Die im europäischen Raum verbreitete Einheit ist Grad Celsius, bei der als Fixpunkte der Schmelzpunkt (0°C) und der Siedepunkt (100°C) von Wasser genommen wurden. Die naturwissenschaftlich verwendete Einheit ist Kelvin (ohne "Grad"!), bei der der Abstand der Einheiten dem Grad Celsius entspricht, der Nullpunkt jedoch nicht der Schmelzpunkt von Wasser, sondern der absolute Nullpunkt ist.

Weitere Einheiten sind Fahrenheit (US) und das weniger bekannte Reaumur. Die neuere Thermometer–Generation sind so genannte Thermoelemente. Sie nutzen das unterschiedliche elektrische Verhalten von verschiedenen Metallen bei gleicher Temperatur aus. Der Vorteil dieser neueren Thermometer liegt darin, dass sie eine sehr viel kürzere Reaktionszeit bei Temperaturänderungen haben als die herkömmlichen, trägeren Flüssigkeits–Thermometer. Da dieser Effekt der schnellen Reaktion nicht immer nötig und zuweilen auch störend ist, haben die zuverlässigen Flüssigkeits–Thermometer nicht ausgedient.

Inversion

"Inversion" ist in der Wetterkunde die Bezeichnung für eine Temperaturumkehr. Herrscht z.B. eine Inversion am Boden, dann wird es mit zunehmender Höhe wärmer statt kälter. Besonders stark ist die Temperaturzunahme an der Obergrenze der Inversion, dort wo kalte, feuchte und schwere an warme, trockene und leichte Luft grenzt.

Luftdruck

Durch die Schwerkraft der Erde übt die Masse der Luft einen Druck aus, der als Luftdruck bezeichnet wird. Die Maßeinheit für den Luftdruck ist Hektopascal (hPa), wobei ein Pascal dem auf eine Fläche von 1qm gleichmäßig wirkendem Druck bei einer Kraft von 1N entspricht. 100 Pascale sind 1 Hektopascal und entsprechen der früher verwendeten Einheit Millibar (mBar). Zur Bestimmung des Luftdruckes werden hauptsächlich zwei Geräte verwendet, das Quecksilberbarometer und das Aneroidbarometer. Um den Luftdruck an verschiedenen Orten vergleichbar zu machen, wird der gemessene Luftdruck umgerechnet in den Luftdruck auf Meereshöhe (NN) bei 0°C (reduziert auf Normalwerte).

Kaltlufttropfen

Als Kaltlufttropfen bezeichnen Wetterkundler ein mehrere 100 bis etwa 1000 km großes Gebiet mit besonders kalter Luft in etwa 4000 bis 9000 m Höhe über dem Erdboden. Ein solcher Kaltlufttropfen ist gleichzeitig auch ein zählebiger Tiefdruckwirbel in der Höhe, der aber im Bodendruck nicht immer nachweisbar ist.

Warmfront

Eine Warmfront ist eine Front, bei der Warmluft in Richtung der Kaltluft voranschreitet. Im umgekehrten Fall handelt es sich um eine Kaltfront, und falls sich die Grenze zwischen warmer und kalter Luft nicht verlagert, handelt es sich um eine stationäre Front.

Die Wettererscheinungen an Warmfronten sind in aller Regel deutlich ruhiger als an Kaltfronten, da die Warmluft meist großflächig und gleichmäßig auf die darunterliegende, schwerere Kaltluft aufgleitet. In der Aufgleitzone bilden sich zunächst Cirrostratus–, dann Altostratus– und schließlich Nimbostratuswolken. Aus letzteren beginnt es dann auch zu regnen, und zwar meist lang anhaltend und gleichmäßig (sog. Landregen).

Bewölkung

Die Bewölkung (oder Bedeckung) gibt den Anteil des sichtbaren Himmels an, der durch Wolken bedeckt wird. Dabei wird nur der Teil des Himmels betrachtet, der eine Handbreit über dem Horizont liegt, um störende Einflüsse, z.B. durch Bebauung oder das Gelände am Horizont auszuschalten. Der Bedeckungsgrad wird in Achtelanteilen gemessen und durch Symbole dargestellt oder verbal beschrieben.

Wolkenarten

Wolken

Ansammlung von kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen, deren Fallgeschwindigkeit so gering ist, dass die Wolken in der Atmosphäre zu schweben scheinen. Wolken entstehen durch Abkühlung feuchter Luft in der Höhe infolge Hebung, bis der Wasserdampf kondensiert. Man unterscheidet Wolken ohne Struktur (Cirrostratus, Altostratus, Stratus, Nimbostratus), Wolken mit Struktur (Cirrus, Cirrocumulus, Altocumulus, Stratocumulus) und Wolken mit vorwiegend vertikalem Aufbau (Cumulus, Cumulonimbus). Die Wolken stellen eine Stufe im Wasserkreislauf dar: von der Erdoberfläche (Meere, Seen, Flüsse, feuchte Erdoberfläche, Vegetation) verdampft Feuchtigkeit, wird als Wasserdampf in höhere Bereiche der Troposphäre transportiert, kondensiert dort zu Wolken, aus denen dann das Wasser in Form von Regen oder Schnee wieder auf die Erdoberfläche zurückkehrt.

Luftfeuchtigkeit

Mit der Luftfeuchtigkeit wird der Wasserdampfgehalt der Luft bezeichnet. Sie wird meist relativ, in Prozent angegeben. Eine Luftfeuchtigkeit von 100% heißt, dass die Luft mit Wasser gesättigt ist (der Taupunkt Td ist erreicht) und der Wasserdampf kondensiert – es bildet sich Nebel oder Tau bzw. Reif. Absolut trockene Luft gibt es nur äußerst selten. Wenn innerhalb von Hochdruckgebieten die Luft absinkt, kann im Bergland in dünnen Schichten eine Luftfeuchtigkeit von 0% gemessen werden. Selbst über Wüsten beträgt die Luftfeuchtigkeit immer noch ein paar Prozent. Gemessen wird die Luftfeuchtigkeit mit dem Psychrometer oder mit dem Haarhygrometer. In meteorologischen Tabellen wird der Taupunkt angegeben, aus dem sich die Luftfeuchtigkeit berechnen lässt. Je nach Temperatur kann die Luft mehr oder weniger Wasserdampf aufnehmen. Deshalb spricht man auch von relativer Luftfeuchtigkeit. Das heisst, dass die Luft bei einer Temperatur von 20°C und einer Feuchte von 50% viel mehr Wasserdampf enthält, als bei 0°C und der gleichen Feuchte von 50%.

Das Messgerät für die Feuchte heisst Hygrometer und besteht aus blonden Frauenhaaren, die harfenähnlich eingespannt sind und deren Längenänderung mit der Feuchte durch einen Hebelmechanismus auf einen Zeiger übertragen wird. Es hat sich herausgestellt, dass blonde Frauenhaare am besten auf Feuchteänderungen reagieren und am genauesten sind.

Schwüle

Als Schwüle bezeichnet man ein subjektives menschliches Empfinden bei feuchtwarmem Klima bzw. bei entsprechenden Wetterlagen, für die es keine eindeutige, meteorologische Definition gibt. Das Empfinden von Schwüle ist bedingt durch die Behinderung der Wärmeabgabe (im Wesentlichen über die Verdunstung) bei hoher Luftfeuchte, so dass über Wärmestau und Hyperthermie die Gefahr eines Hitzschlags besteht.

Dunst

Dunst entsteht durch Kondensation oder Sublimation des Wasserdampfes an in der Luft befindlichen Teilchen, (die als Kondensations– bzw. Sublimationskerne wirken). Die durch diese Vorgänge sich ausbildenden Wassertröpfchen bewirken eine Lichtstreuung, die zur Verschlechterung der Sichtverhältnisse führt.

Dunst entsteht häufig bei windschwachen Lagen (=austauscharme Wetterlage)und beim Vorhandensein einer Inversion (Temperaturumkehr mit der Höhe). In Grossstädten und industriellen Ballungszentren führt die durch Rauch und Industrieabgase erhöhte Anzahl der Kondensationskerne häufig zur Ausbildung einer Dunstglocke, im Extremfall sogar zu Smog. Die grossen Temperatur– und Feuchteunterschiede verursachen dabei eine feuchtlabile Schichtung, die zu starken vertikalen Umlagerungen in engen Aufwindschloten führt.

Die Begriffe Dunst und Nebel werden im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals synonym verwendet. Es handelt sich dabei im Grunde auch um dieselbe Erscheinung, im Sinne einer Vereinheitlichung sind sie aber doch eindeutig definiert worden. Von Dunst wird gesprochen, wenn die horizontale Sichtweite weniger als 8, aber mehr als 1 km beträgt. Je nach dem Feuchtegehalt der Luft wird dabei zwischen trockenem und feuchtem Dunst unterschieden. Trockener Dunst liegt vor bei relativer Feuchte unter 80%, feuchter Dunst bei relativer Feuchte über 80%.

Nebel

Dabei handelt es sich um kondensierten Wasserdampf in bodennaher Luftschicht. In der Luft schweben, gewöhnlich mikroskopisch kleine Wassertröpfchen, die die Sicht in Bodennähe stark vermindern. Wenn die Sicht unter 1 km liegt verwendet man die Bezeichnung Nebel, anderenfalls spricht man von Dunst. Die Nebelbildung erfolgt durch Kondensation des Wasserdampfes an Kondensationskernen.

Sie wird im Wesentlichen durch drei physikalische Prozesse verursacht:
– Abkühlung feuchter Luft bis zum Taupunkt bzw. Reifpunkt
– Zunahme des Wasserdampfgehaltes der Luft durch Verdunstung
– Mischung von feuchtwarmer und kalter Luft

Strahlungsnebel

Strahlungsnebel kann sich nachts während wolkenarmer, windschwacher Hochdrucklagen bilden.

Im Sommer erwärmt die Sonne den Boden und der Boden die unteren Luftschichten rasch, so dass sich der in der Nacht gebildete Strahlungsnebel schon früh am Morgen auflöst. Nachfolgend beginnen schon früh an einem sonnigen Sommervormittag Feuchte und Warmluftblasen nach oben zu steigen. Es bilden sich die typischen blumenkohlartigen Haufenwolken.

Im Winter sieht es anders aus: dann kann sich nächtlicher Strahlungsnebel mangels Erwärmung bodennaher Luftschichten und mangels vertikaler Durchmischung teils den ganzen Tag über halten. Dann herrscht das typisch neblig trübe Winterwetter vor. Im Winter sind während austauscharmer Hochdrucklagen die Bedingungen für die Bildung von Strahlungsnebel also wesentlich günstiger als im Sommer.

Bodennahe Luftschichten kühlen im Winter über mehrere Tage hinweg um so mehr aus, je länger die Hochdrucklage dauert. Das liegt daran, dass im Winter mehr Wärmeenergie durch langwellige Wärmeabstrahlung verloren geht als tagsüber durch die Sonne am Erdboden ankommt. Dieser Nettoabkühlungseffekt begünstigt also die Nebelbildung.

Tau

Tau ist ein dünner Beschlag von winzig kleinen Wassertröpfchen vor allem an Grashalmen und Spinngeweben. Tau entsteht infolge von starker nächtlicher Abkühlung bodennaher Luftschichten. Damit es Tau geben kann, muss sich die Luft so sehr abkühlen, dass sie ihren überschüssigen Wasserdampf an die Natur abgibt. Dies kann meist nur dann geschehen, wenn nachts der Himmel klar und der Wind schwach ist.

Taupunkt

Der Taupunkt ist diejenige Temperatur, bei der der momentan in der Luft vorhandene Wasserdampfgehalt (Dampfdruck) gleich dem maximal möglichen Wasserdampfgehalt ist. Kühlt Luft unter den Taupunkt ab, dann entstehen Tau, Reif, Nebel oder Wolken.

Niederschlag

Niederschlag ist Wasser der Atmosphäre, das aus dem gasförmigen Zustand (Wasserdampf) in den flüssigen oder festen Zustand umgewandelt wurde und zu Boden fällt. Er entsteht durch verschiedene, teils noch nicht gänzlich erforschte Prozesse, bei denen kleine schwebende Wolkentröpfchen zu große Tropfen anwachsen, aus der Wolke ausfallen und den Erdboden erreichen. In unseren Breiten erfolgt die Bildung meist über die Eisphase in sog. Mischwolken, d.h., wenn Eisnadeln oder Schneekristalle durch eine unterkühlte Wasserwolke fallen, und durch Anfrieren von unterkühlten Wassertröpfchen weiter anwachsen. In reinen Wasserwolken entsteht Niederschlag hingegen dadurch, dass verschieden große Wolkentröpfchen zusammenstoßen, solange bis sich genügend große Tropfen bilden, die auch den Erdboden erreichen. Der Niederschlag kann in verschiedener Form aus der Wolke fallen: Regen, Nieseln, Schnee, Graupel oder Hagel.

Regen

Wie immer wieder beim Wetter erkennbar – gibt es verschiedene Intensität des Regens.

Das fängt an, bei feinem Nässen, das meist mit Nebel verbunden ist. Dann gibt es Niesel– oder Sprühregen, dessen Tropfen ebenfalls kleine Durchmesser haben (s.u.). Entsprechend gering ist auch die Fallgeschwindigkeit. Stärker ist der so genannte Landregen (z.B. an den Alpen häufig auch Stauregen). In Verbindung mit Gewittern fällt hingegen Platzregen (Regenschauer oder sogar Wolkenbrüche). Platzregen sind sehr ergiebig und bringen schon in kurzer Zeit erstaunliche Niederschlagsmengen.

Regen

Regenbogen

Ein Regenbogen wird sichtbar, wenn Sonnenstrahlen aus trockener Luft auf eine oft lokal sehr begrenzte Regenwand treffen und der Beobachter die Sonne im Rücken hat. Beim Übergang vom Medium Luft in das Medium Wasser wird das Sonnenlicht in seine Spektralfarben rot, orange, gelb, grün, blau und violett zerlegt und so als so genannter Regenbogen sichtbar.

Schnee

Fester Niederschlag aus meist verzweigten kleinen Eiskristallen (Schneekristallen) in Form von sechsstrahligen Sternen, Nadeln, Plättchen oder Säulen bei Temperaturen um oder unter 0°C. Die während des Fallens aneinander gelagerten Kristalle werden als Schneeflocken bezeichnet. Die Form der Kristalle ist von den Bedingungen in der Wolke (Temperatur und Feuchtigkeit) abhängig.

Hagel

Meist in Verbindung mit Gewittern auftretender Niederschlag in Form von Eiskugeln oder Klümpchen mit 5 bis 50 mm Durchmesser (selten auch mehr); sie entstehen in rasch aufsteigenden, feuchten Luftströmen und sind entweder ganz durchsichtig oder abwechselnd aus klaren und undurchsichtigen, schneeartigen Schichten aufgebaut. Hagel erhält seine schalenförmige Struktur durch wiederholtes Emporgerissen werden und Fallen in der Turbulenz verschieden temperierter Cumulonimbus–Wolkenschichten. Besonders gefährlich für Luftfahrzeuge. Ob in einer Gewitterwolke vorhandener Hagel bis zur Erdoberfläche durchkommt, hängt von der Höhe der Nullgradgrenze und der Höhe des Terrains ab.

Gewitter

Meteorologisch ist das Gewitter an eine Cumulonimbuswolke gekoppelt. In dieser Art Wolke gibt es kräftige vertikale Luftströmungen und heftige Kondensationserscheinungen. Der Niederschlag ist intensiv und fällt in Form von Regen– oder Schneeschauern, gelegentlich von Hagel begleitet. Es führen aber nicht alle Cumulonimbuswolken zu Gewittern. Die Beobachtungen haben gezeigt, dass eine kräftige Konvektion eine notwendige Bedingung für eine Gewitter ist. Die Konvektion ist über Land am Nachmittag am stärksten entwickelt, über Meer bei Nacht. Daher treten die meisten Gewitter über dem Land am Nachmittag auf, über dem Meer bei Nacht. Grundvoraussetzung sind also warme und feuchte Luft mit feuchtlabiler Schichtung bis in grosse Höhen der Atmosphäre.

Donner

Geräusch bei Gewitter, das entsteht, wenn die Luft durch den Blitz erhitzt wird, wodurch sie zuerst heftig ausdehnt und dann wieder ebenso heftig komprimiert wird, so dass eine explosionsartige Druckwelle (Schall) entsteht. Das Krachen ist 15–30 km weit hörbar; das "Grollen" oder "Rollen" entsteht durch die Reflexion des Schalls an den Wolken. Die Entfernung des Gewitters in Kilometer kann leicht festgestellt werden: Anzahl der Sekunden zwischen Blitz und Donner, geteilt durch 3. Die Schallgeschwindigkeit in Luft beträgt etwa 330 m/s.

Blitz

Ausgleich elektrischer Spannungen (etwa 100 Mio. Volt) innerhalb von Gewittern zwischen zwei Wolken mit entgegengesetzter elektrischer Aufladung ("Wolkenblitz") oder zwischen einer Wolke und der Erdoberfläche ("Erdblitz"). Die häufigste Form ist der Linienblitz (verzweigte Zickzackspur); daneben gibt es noch den Flächenblitz, der entsteht, wenn die einzelnen Teilentladungen eines Linienblitzes durch die rasche Bewegung der Luftmasse flächenhaft auseinander gezogen werden. Sehr selten sind Perlschnurblitze und Kugelblitze. Jede Sekunde wird die Erdoberfläche von etwa 100 Blitzen getroffen.

Corioliskraft

Die Corioliskraft ist wie die Zentrifugalkraft eine Scheinkraft, die nur aufgrund der Rotation der Erdkugel (Für Experten: Nicht–Inertialsystem) auftritt. Sie wirkt nur auf bewegte Körper, indem sie eine Ablenkung der Bewegungsrichtung des Körpers nach rechts (auf der Nordhalbkugel!) und nach links (auf der Südhalbkugel!) zur Folge hat.

Die Corioliskraft ist einerseits proportional zur Geschwindigkeit des Körpers. Zum anderen ist ihre Stärke abhängig von der geografischen Breite. Am Äquator ist die Corioliskraft unabhängig von der Geschwindigkeit des Körpers gleich Null. Bei gleicher Geschwindigkeit des Körpers nimmt sie in Richtung der Pole vor allem in niederen Breiten rasch an Stärke zu und erreicht am Pol ihr Maximum.

Der Einfluss der Corioliskraft bewirkt auf der Nordhalbkugel zum Beispiel, dass sich außertropische Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn (also links herum) drehen und Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn (also rechts herum). Hingegen spielt die Corioliskraft bei allen kleinskaligen, kurzlebigen Windströmungen keine Rolle. So beobachtet man beispielsweise bei Staubteufeln keinen bevorzugten Drehsinn.

Wind

Wind entsteht durch Luftdruckunterschiede. Wenn man bei einer Luftpumpe das Ventil zuhält und gleichzeitig presst, dann steigt der Druck im Innern der Pumpe. Sobald man den Finger vom Ventil nimmt, entweicht die Luft nach draußen: der Wind weht aus der Luftpumpe, in der ein hoher Druck, also ein "Hochdruckgebiet", herrschte, nach draußen zum tieferen Druck, dem "Tiefdruckgebiet".
Den Meteorologen interessiert die Windrichtung (dd), die Windstärke (ff) und die Böigkeit (fm). Ein großes Problem ist dabei der Einfluss, den Hindernisse auf die Bewegung der Luft haben. Bei gleicher Wetterlage weht auf einer freien Wiese ein ganz anderer Wind als im Wald oder in den Straßenschluchten einer Stadt, wo der Wind zusätzlich kanalisiert wird. Deshalb muss bei der Windmessung darauf geachtet werden, in möglichst gleichmäßigem Gelände, und in einer Höhe von 10m über dem Bewuchs oder der Bebauung zu messen.
Als Windmesser dienen der Anemograph, ein selbsttätig registrierendes Messgerät, mit vollelektronischer Messwertübertragung an einen Linienschreiber, oder Anemometer, wie z.B. das Schalenkreuzanemometer. Gemessen wurde die Windgeschwindigkeit ursprünglich in Knoten. Auch wir bei wetter24.de geben die Windgeschwindigkeit in Knoten an. Zunehmend setzt sich aber auch die Angabe in m/s bzw. km/h durch.
Dabei gilt 1 Knoten=1,852 km/h=0,5m/s.
Weit verbreitet ist auch die Angabe der Windstärke nach der bekannten 13teiligen Skala, die 1806 von Sir Francis Beaufort (1774–1857), einem britischen Admiral und Hydrographen, entwickelt wurde. Angeblich hatte er nach seiner Versetzung in den Ruhestand, ein direkt an der Küste gelegenes Haus bewohnt, und von dort aus in jahrelanger Beobachtung die in der nach ihm benannten Skala wiedergegebenen Zusammenhänge zwischen Windstärke und Seegang festgestellt.

Turbolenz

Turbulenzen sind kleinräumige, sichtbare oder unsichtbare Wirbel in der Luft. Mächtige Wolkentürme (z.B. Gewitterwolken) machen solche Turbulenzen für den Piloten sichtbar. Gefährlich für die Fliegerei sind aber die unsichtbaren Wirbel (clear air turbulence). Ihnen können selbst erfahrene Piloten nur schwer ausweichen. Gerät ein Flugzeug in einen solchen kleinskaligen Wirbel, fällt oder steigt es abrupt.

Die Beaufort–Scala

Für jeden Segler bedeutsam ist die Tatsache, das der Windruck in den Segeln im Quadrat zur Windgeschwindigkeit wächst. D.h. eine Steigerung der Windgeschwindigkeit von 4 auf 5 Beaufort entspricht einer Steigerung des Winddrucks um 100%.

Föhn

Föhn in den Alpen: Unter den warmen Fallwinden ist der Föhn auf der Alpennordseite (Südföhn) der bekannteste. Für die Entstehung ist die Wetterlage typischerweise durch hohen Luftdruck südöstlich der Alpen und tiefen Druck über Westeuropa gekennzeichnet. Bei einer solchen Luftdruckverteilung bildet sich in grossen Höhen eine südliche bis südöstliche Strömung aus, die nach dem Überqueren des Alpenhauptkammes bis in die Täler durchdringen kann. Der warme und trockene Charakter des Föhns beruht auf thermodynamischen Vorgängen. Auf der Luvseite (dem Wind zugewandte Seite) kühlt die Luft sich bis aufs Kondensationsniveau ab, dabei bildet sich Regen und Kondensationswärme wird frei. Beim Absteigen auf der Leeseite (Wind abgewandte Seite) erwärmt sich die Luft bei gleichzeitiger Auflösung der Wolken aber wieder trockenadiabatisch, so dass sie am Fuss des Gebirges im Vergleich zu ihre luvseitigen Ausgangslage wesentlich wärmer und trockener ankommt.

SAFFIR–SIMPSON–Hurrikan–Skala

Einteilung der Hurrikanintensität:

Die Stärke eines Hurrikans kann mit der Saffir–Sipmson–Hurrikan–Skala bestimmt werden, da die Beaufort– Skala bei derart hohen Windgeschwindigkeiten nicht mehr ausreicht. Die Skala ist in 5 Intensitätsstufen unterteilt, wobei Stufe 1 der Windstärke 12 in Beaufort entspricht:

Simpson Skala

Hurrikan

Hurrikans entstehen meist aus Wellenstörungen der Passatströmung und immer über warmen Gebieten mit einer Wassertemperatur von 26 bis 27 Grad, also am häufigsten im Sommer und Herbst. Der Durchmesser eines Hurrikans beträgt einige 100 Kilometer. Der Luftdruck im Kern des Hurrikans kann im Meeresniveau 900 Hpa unterschreiten. Die Windgeschwindigkeiten erreichen Werte von 200 km/Stunde und mehr. Ein typisches Merkmal des Hurrikan ist das AUGE des Sturms, eine windschwache niederschlagsfreie und wolkenarme Zone von etwa 20 km Durchmesser im Wirbelzentrum; am Rand des Auges erhebt sich dagegen eine mächtige Wolkenwand.

Tornado

Tornados verfügen trotz ihres relativ kleinen Umfangs über die stärkste Energie aller Wirbelstürme. Die Windgeschwindigkeit kann bis zu 500 Kilometer pro Stunde betragen und schwerste Verwüstungen anrichten. Der Wirbel mit einem Durchmesser von einigen Dutzend bis zu wenigen 100 Metern hat normalerweise eine relativ kurze Lebensdauer von 10 bis 30 Minuten und wandert über eine Strecke von bis zu etwa 30 Kilometern. Grosse Tornados entstehen immer dann, wenn in vegetationsarmen Trockengebieten in hohen, warmen und instabilen Luftschichten eine Wirbelbildung einsetzt, meist im Mai und Juni in den weiten Ebenen des Mittleren Westens der USA. Die Tornados wachsen als Trichter aus den Wolken heraus; der Unterdruck in der Wolke kühlt die Luft ab, die den rüsselförmigen Schlauch dann zu Boden zieht. Wenn dieser die Erboberfläche erreicht, wird aus dem Schlauch eine Windhose – oder eine Wasserhose, wenn der Tornado über dem Meer auftritt. Der Sog im Inneren kann auch schwere Gegenstände mit sich reissen und in mehreren Kilometern Entfernung wieder abladen.

Tornados sind Luftwirbel mit vertikaler Achse. Sie kommen hauptsächlich in den Staaten des mittleren Westens vor. Im Durchschnitt werden in den USA 750 Tornados pro Jahr gezählt, die meisten davon in Mai und Juni. Sie entstehen in Verbindung mit Gewitterwolken im Bereich feuchtwarmer Luft, die vom Golf von Mexiko mit einer südwestlichen Strömung nordostwärts geführt wird, und auf hochreichende Kaltluft trifft, die über die Rocky Mountains ostwärts vorstösst. Die grossen Temperatur– und Feuchteunterschiede verursachen dabei eine feuchtlabile Schichtung, die zu starken vertikalen Umlagerungen in engen Aufwindschloten führt.

Auf der Vorderseite der so genannten Kaltfront können sich im Zusammenhang mit Gewittern oftmals auch die zerstörerischen Tornados bilden. Für die Entwicklung von Tornados braucht es aber nicht nur warmfeuchte Luft am Boden und kalte Luft in der Höhe (hohe Labilität); in den mittleren Luftschichten sollte zusätzlich eine eingelagerte kalte aber sehr trockene Schicht vorhanden sein ( zwischen 2000 und 3000 Metern). Diese verstärkt einerseits die Labilität, sorgt aber andererseits auch für eine gewisse Minimalhöhe der Wolkenuntergrenze. Die aufsteigende Luft induziert eine Bodenströmung, die durch die Corioliskraft (Scheinkraft infolge der Erddrehung) im Gegenuhrzeigersinn zu rotieren beginnt. Beim Zusammenströmen der Luft konzentriert sich diese Drehbewegung auf einen immer kleiner werdenden Raum, was die Geschwindigkeit der Rotation verstärkt (Pirouetten–Effekt). Zwischen Boden und Wolkenuntergrenze entwickelt sich dabei der charakteristische Tornadorüssel, in der die Luft mit ungeheurer Geschwindigkeit aufwärts rotiert. (Aufsteigende Luft wird sichtbar durch Kondensation, durch mitgeführten Staub und Dreck, oder durch Wasser in einer Windhose. Im zentralen Teil des Rüssels ist der Luftdruck sehr niedrig, was die zerstörerischen Kräfte noch verstärkt. Tornados kommen überall dort vor, wo die Ausgangsbedingungen stimmen. Dies ist meist in Amerika der Fall, kann aber auch in Europa vorkommen.

Eisheilige

Mit Eisheiligen werden die Tage vom 11. bis 13. Mai in Norddeutschland (Mamertius, Pankratius, Servatius) und in Süddeutschland die Tage vom 12. bis 14. Mai (Pankratius, Servatius, Bonifatius) bezeichnet. Der Hintergrund der Eisheiligen ist derjenige, dass häufig zu dieser Zeit einer der letzten kräftigen Kaltluftvorstöße mit entsprechenden Nachtfrösten auftritt. Ebenfalls in die Kategorie dieser gefürchteten Spätfröste fällt die sog. kalte Sophie, die auf den 15. Mai festgesetzt wurde. Natürlich existieren in der Praxis keine tatsächlichen Bindungen dieser letzten Kaltluftvorstöße an derartige Tage. Sie treten bisweilen auch einige Tage später auf, während sie in anderen Jahren im Mai gar nicht mehr auftreten, wie dies zum Beispiel im Jahr 2000 der Fall war, wo die letzten kräftigen Kaltluftvorstöße in die erste Hälfte des Aprils fielen!

Abendrot

Das Abendrot (analog: Morgenrot) wird durch ein Überwiegen des Rotanteils im Sonnenlicht hervorgerufen. Bei tiefem Sonnenstand wird der Weg des Sonnenlichtes durch die Atmosphäre länger. Da der kurzwellige (blau, grün) Wellenlängenbereich stärker durch Streuung an Luftmolekülen, Dunstteilchen und Aerosolen gefiltert wird, bleibt zuletzt nur noch der längerwellige rote Anteil übrig.

Halo

Halos gehören zu den optischen Erscheinungen in unserer Atmosphäre und sind farbige Bögen oder Ringe um Sonne oder Mond. Sie verdanken ihre Entstehung der Brechung des Sonnen– oder Mondlichts an Eiskristallen.

Himmelsblau

Himmelsblau (azur) bezeichnet die blaue Farbe des Himmels die dadurch entsteht, dass der kurzwellige, blaue Anteil der Sonnenstrahlung an den Luftmolekülen erheblich stärker gestreut wird, als der langwellige, rote Anteil. Dieser Unterschied im Streuverhalten hängt damit zusammen, dass der Durchmesser eines Luftmoleküls bedeutend kleiner als die Wellenlänge des gestreuten Lichtes ist. Unter dieser Voraussetzung ist die Streufunktion der 4. Potenz der Wellenlänge umgekehrt proportional. Mit abnehmender Wellenlänge steigt folglich der Anteil der gestreuten Strahlung.









































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